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Feine Farben - 
Tipps zum Streichen bei Farrow & Ball und Little Greene

Farrow & Ball oder Little Greene haben andere Pigmente und Bindemittel und sind damit auch etwas anders zu verarbeiten als herkömmliche Farben. Jeder Hersteller hat da seine Spezifika. Sie sind aber eigentlich nicht schwer zu verarbeiten. So haben wir auch viele Privatkunden, die diese Farben selbst benutzt haben und sehr damit zufrieden sind. Das Geheimnis ist oftmals in mehreren vergleichsweise dünnen Schichten zu arbeiten, die Trocknungszeiten einzuhalten und den Untergrund richtig vorzubereiten. 

Wir sind selbst Händler und sprechen jeden Tag mit vielen Kunden und Malern. Es gibt ein paar allgemeine Punkte die wir immer wieder hören. Diese wollen wir Ihnen hier ohne Anspruch auf Vollständigkeit weitergeben. Bitte lesen sie vor Verarbeitung immer die entsprechenden Datenblätter, sehen sie weitere Details bei den Produktbeschreibungen der Farbarten und machen sie an unwichtigen Stellen Tests. Je nach Hersteller, der vor-Ort-Situation und der verwendeten Farbart ist entsprechend anders vorzugehen. 

Grundsätzliches zur Verarbeitung:
Diese Farben werden in vergleichsweise dünnen Schichten aufgetragen, man sollte zweimal streichen und halten sie die Trocknungszeiten ein. Das ist mehr Aufwand, aber das Ergebnis wird besser. Tipp: Insbesondere Farrow & Ball sieht beim ersten Anstrich vergleichsweise scheckig aus. Wenn sie das alles nicht tun, haftet die Farbe nicht richtig, beim Abziehen der Klebebänder fransen die Farbkanten aus und es wird unter Umständen glänzender. Dabei kommt es natürlich darauf an, welche Farbart sie verwenden. Sehen sie bei den Produkten selbst mehr. Als Malerwerkzeug nimmt man bei Wandfarben deshalb kurz- bis mittelflorige Walzen und bei Lacken entsprechende Lackierrollen oder Pinsel. Klebebänder sollten eher schwach haftend und nicht dick sein.

Qualität des Untergrunds:
Je besser sie den Untergrund vorbereitet haben, desto besser wird das Ergebnis. Ein Maler kann so das Optimale aus dem Produkt herausholen und absolute Träume erschaffen. Er weiss wie man die Wand perfekt spachtelt und vorbereitet, damit ein super glatter Untergrund entsteht. Richtig grundiert wird er mit Farrow & Ball oder Little Greene veredelt. Eine Bemerkung aber: Die Farbe repariert eine Wand nicht einfach so. Wenn in ihrem Altanstrich zum Beispiel jetzt schon streifige Roller-Strukturen sind, die sie stören, dann können sie diese nicht dadurch entfernen, dass sie nur darüber streichen. Das wäre wie wenn man ein Auto mit Hagelschaden zum Lackierer bringt. Man muss vorher bei der Wand handwerklich tätig werden, oder akzeptieren, dass sie bleiben. Auf der anderen Seite können sie eine mit Dispersionsfarbe gestrichene Wand beispielsweise auch mit Intelligent Matt überstreichen und sich an den schönen Pigmenten erfreuen.

Art des Untergrunds:
Die Farbart muss zum Untergrund passen. Eine Wand, die jetzt mit normaler Dispersionsfarbe gestrichen ist, kann man bei Little Greene in der Regel mit Absolute Matt Emulsion oder Intelligent Matt Emulsion einfach überstreichen. Bei Farrow & Ball gilt das auch für Estate Emulsion oder Modern Emulsion, wobei sich bei einem signifikanten Farbtonwechsel die Grundierung von Farrow & Ball noch verwenden sollte. Hochwertiger wird es, wenn die Wand vorher mit Dispersionsspachtel oder Gips gespachtelt wurde (wichtig: getrocknet) und mit F&B oder Little Greene grundiert wurden. Schwierigkeiten gibt es aber, falls die Wand beispielsweise fettig ist oder der Altanstrich eine hochglänzende Latexfarbe ist, die alles dafür tut, dass nichts haftet. Fragen sie dann ihren Maler um Rat. Nicht geeignet ist Modern Emuslion oder Intelligent Matt Emulsion aber für mineralische, kalkige, Lehm oder Silikat-Untergründe. Als Alternative kann bei diesen atmungsaktiven Untergründen der sogenannte Distemper in Frage kommen.